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Erkältung oder echte Grippe? Wenn die Viren Saison haben

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Die Nase läuft, der Hals kratzt – aber ist das schon Grippe? Eine Erkältung beginnt meist schleichend mit Schnupfen, Halsweh und Husten. Eine Influenza- die „echte Grippe“ kommt oft plötzlich: hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen und ein Gefühl, als hätte einen der Bus überrollt.


Was uns dann wirklich hilft


Ruhe, Schlaf und ausreichend Flüssigkeit unterstützen den Körper. Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Den besten Schutz vor einer echten Grippe bietet die jährlich angepasste Influenza-Impfung. Bei Risikopersonen können früh verordnete antivirale Medikamente sinnvoll sein.


Und was können wir noch tun- außer Tee trinken und abwarten?!


Echinacea – der Sonnenhut


Echinacea ist eine Heilpflanze, deren Kraut oder Wurzel in Säften, Tropfen und Tabletten verarbeitet wird. Sie soll die körpereigene Abwehr beeinflussen und wird deshalb häufig gleich bei den ersten Erkältungszeichen eingenommen. Die Forschung liefert allerdings kein einheitliches Bild: Manche Präparate zeigen einen kleinen Nutzen, andere nicht. Das liegt auch daran, dass verschiedene Echinacea-Arten, Pflanzenteile und Herstellungsverfahren verwendet werden. „Mit Echinacea“ bedeutet daher nicht automatisch „gleich wirksam“. Bei Allergien gegen Korbblütler sowie bei bestimmten Erkrankungen des Immunsystems sollte die Einnahme vorher fachlich abgeklärt werden.


Pelargonie – nicht die Blume vom Balkon


Gemeint ist die Wurzel der südafrikanischen Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides). Aus ihr werden standardisierte Arzneiextrakte hergestellt. Diese können Husten und die Beschwerden eines Atemweginfektes etwas lindern oder die Krankheitsdauer verkürzen. Im Labor zeigt die Pflanze immunmodulierende und antivirale Effekte- wir wissen jedoch noch nicht sicher- ob sich daraus ableiten lässt, dass sie beim Menschen Infekte verhindert. Die klinischen Daten betreffen vor allem die Behandlung bereits bestehender akuter Atemwegsinfekte

Die Studienlage ist jedoch nicht eindeutig. Wichtig: Untersucht wurden bestimmte Fertigpräparate – selbst angesetzter „Geranientee“ vom Balkon ist weder dasselbe noch empfehlenswert. Mögliche Nebenwirkungen sind vor allem Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen;


Und was zeigt uns die Erfahrungsmedizin

Warme Linden- oder Holunderblütentees werden traditionell bei Frösteln und Erkältungsgefühl verwendet. Sie liefern Flüssigkeit, wärmen und tun oft gut. Dass sie Erkältungs- oder Influenzaviren beseitigen, ist wissenschaftlich nicht belegt – aber manchmal ist eine warme Tasse Tee einfach genau das Richtige.



Ärztlich abklären: Atemnot, Brustschmerz, Verwirrtheit, Kreislaufprobleme, anhaltend hohes Fieber oder eine deutliche Verschlechterung – besonders bei Säuglingen, Schwangeren, älteren und chronisch kranken Menschen.

 
 
 

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