Frühjahresputz von Innen

Der Frühling zeigt sich immer mehr und nicht nur die Natur fängt wieder von vorne an, auch wir Menschen haben manchmal das Gefühl ein Neustart würde uns guttun. Runter mit dem Winterspeck, den 1-2 Kilos, die sich über die Feiertage und die Jännerkälte wieder angesammelt haben. Frühjahresputz von Innen. Entschlacken und Entgiften und mit viel neuer Kraft in den Frühling starten. Im Folgenden ein kurzes Interview mit unserer Diätologin Judith Stadelwieser.


Was bedeutet Entschlacken – und welche Möglichkeiten gibt es?

Entschlacken ist ein Ausdruck, der in der Alternativmedizin für Maßnahmen, die gespeicherte Giftstoffe und schädliche Stoffwechselprodukte aus dem Körper ausscheiden soll, verwendet wird.

In der Schulmedizin gibt es denn Begriff Schlacken eigentlich gar nicht. Trotz dieser Tatsache können wir in der Praxis sagen, dass sich für viele Menschen ein positiver Effekt durch eine Zeit der „Entlastung“ beobachten lässt.

Es gibt verschieden Möglichkeiten des „Entschlacken“ oder mir persönlich lieber des „Heilfasten“…

Suchen sie sich 1 bis 2 x /Jahr eine Zeit, in der sie dem Körper die Möglichkeit zur Erholung bzw. auch zur Reinigung geben. Welche Methode für sie die Beste sein kann muss jeder für sich selbst herausfinden, ein Arzt oder Diätologe kann bei der Suche behilflich sein.

Möglichkeiten wären zum Beispiel F.X. Mayr Kur, Saftfasten, Heilfasten nach Hildegard von Bingen, Basenfasten, Leberfasten, …

Ist diese Art von innerlicher Reinigung für jeden geeignet? Worauf sollte man besonders Acht geben?

Nein, es gibt verschieden Erkrankungen, bei denen man auf „Entschlacken“ verzichten soll, deshalb unbedingt immer vorher mit dem behandelnden Arzt abklären.

Besonders achten sollte man darauf, dass man auch wirklich die Zeit und Möglichkeit hat diese Phase des „Fastens“ auch umzusetzen und durchzuhalten. Es gehört Planung dazu. Die Phase sollte nicht zu lange dauern, damit es zu keinen Mangelerscheinungen kommen kann. Das Entschlacken darf auf keinen Fall zu einer Diät werden, bzw. als solche gesehen werden. Entschlacken eignet sich nicht zur dauerhaften Gewichtsabnahme.


Wie sollte nach einer Fastenperiode wieder mit dem Essen begonnen werden?

Man nennt es im Fachausdruck auch Fastenbrechen, dieses Fastenbrechen muss sehr behutsam (je nach Art des Fastens) passieren, damit sich auch der ganze Verdauungstrakt wieder langsam an das „Mehr“ an Essen gewöhnen kann. In der Regel sind es leicht verdauliche Speisen, vorwiegend gekochte Obst und Gemüsevarianten. Mit der Menge zu Beginn nicht übertreiben. Auch dies gehört unbedingt zu der Planung dazu. Fastenbrechen, wenn es nicht sanft durchgeführt wird, kann zu Beschwerden wie Übelkeit bis zum Erbrechen, Krämpfen, Kreislaufproblem, … führen.


Was können wir unterstützend noch machen, um unseren Körper und Geist wieder richtig in Schwung zu bringen?

Während einer Fastenperiode ist es sehr wichtig auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und genügend Bewegung in der frischen Luft einzuplanen.

Weiters ist eine gute Möglichkeit dem Körper die Entgiftung zu erleichtern, wenn sogenannte Leberwickel gemacht werden. Dazu wird ein warmes, feuchtes Handtuch auf den rechten Oberbauch und eine Wärmflasche darübergelegt, achten sie auf eine angenehme Temperatur, dass es nicht zu heiß ist. Ca. 20 bis 30 min.

Falls wir Sie liebe Leserinnen und Leser nun ein bisschen hungrig auf Fasten und Entschlacken gemacht haben- nehmen Sie doch Kontakt mit Frau Stadelwieser unter folgendem Link auf Termin Judith | GZO (gesundheitszentrum-obergricht.com) oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.



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